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Die drei von der Parkbank –

ein Jahr Knast, Überwachung und Solidarität

Liebe Gefährt*innen und solidarische Menschen! Am 25.6. wird der Prozess gegen die drei Hamburg GefährtInnen nach mehrwöchiger Pause im Hochsicherheitssaal des Hamburger Landgerichts fortgesetzt. Weiterhin können 18 Menschen gleichzeitig als Zuschauer*innen in das Gerichtsgebäude. Mit dem Argument möglicher Corona-Infektionen werden nach wie vor die Personalien aller Zuschauer*innen am Eingang aufgenommen.

Den beiden Gefangenen sowie der dritten Angeklagten geht es weiterhin den Umständen entsprechend gut. Auch wenn besonders die beiden Gefährten im Knast mit den zum Teil willkürlichen und inkonsequenten Corona-Maßnahmen im Knast zu kämpfen haben, zeigen jedoch alle drei Beschuldigten weiterhin, dass sie sich nicht von der Repression unterkriegen lassen. Sie schicken solidarische Grüße und freuen sich über die Unterstützung und zahlreichen Solidaritätsbekundungen.

Aus den Hamburger Knästen erreichen uns wieder einmal Neuigkeiten ihrer grausamen Realität: In den vergangenen Wochen hat sich mindestens ein Mensch in Haft das Leben genommen. Ob ein weiterer Suizidversuch hinter den Mauern von dem Betroffenen überlebt wurde, ist uns bis jetzt nicht bekannt. Um so wichtiger ist es, die Gefährten in Haft jetzt weiterhin zu unterstützen, damit sie in dieser menschenverachtenden Situation nicht allein gelassen werden!

Es ist nun fast ein Jahr her, dass unsere FreundInnen und GefährtInnen unter dem Vorwurf der Vorbereitung von Brandstiftungen festgenommen wurden. Ein Jahr der Überwachung, und wiederholten Hausdurchsuchungen in verschiedenen Hamburger Wohnungen. Ein Jahr der mehr oder weniger verdeckten Überwachungen von Menschen aus ihrem Umfeld.

Doch es war auch ein Jahr der unfassbaren Solidarität mit Aktionen gegen die Welt der Herrschaft, Demonstrationen und Unterstützung aus den verschiedensten Orten. All das schweißt zusammen und gibt den Angeklagten im Parkbankprozess Kraft und Zuversicht für die kommenden Prozesswochen.

Seid weiterhin solidarisch und unterstützt die Angeklagten wie auch immer ihr könnt!

Gemeinsam gegen die staatliche Repression!

Freiheit für alle Gefangenen!

 


Solidarität mit den 3 von der Parkbank – die Gefangenen nicht vergessen!

Die Auseinandersetzung mit dem Corona-Virus verlangt uns allen im Moment vieles ab, sorgt für Verunsicherung und Angst, und auch für Vereinzelung und Isolation. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir aufeinander aufpassen und uns solidarisch verhalten. Einige Ansätze zur gegenseitigen Unterstützung und Vernetzung sind in den letzten Tagen entstanden und müssen in nächster Zeit weiterentwickelt und erprobt werden.
Uns muss dabei klar sein, dass die Marginalisierten der Gesellschaft auch in der aktuellen Situation vor weitaus größeren Problemen stehen und wesentlich gefährdeter sind, als die meisten anderen.

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens betreffen auch unsere Gefährt*innen, Freund*innen und Genoss*innen im Knast und die Strafverfolgten außerhalb der Knastmauern direkt und indirekt.
Aktuell werden Besuche im Knast und die Möglichkeit, als Zuschauer*innen an Gerichtsverhandlungen teilzunehmen, eingeschränkt, sämtliche solidarische Veranstaltungen verboten und die direkte Kommunikation deutlich erschwert.
Neben allem anderen stellt es uns vor besondere Herausforderungen, dass jegliche Soli-Tresen, -Partys, -Konzerte und sonstige Veranstaltungen nicht stattfinden können und dadurch dringend benötigte Gelder nicht reinkommen.

Daher rufen wir alle dazu auf, auch außerhalb von Veranstaltungen weiter Geld zur Verfügung zu stellen und die Gefangenen und alle anderen nicht alleine zu lassen.
Nutzt zur Unterstützung für die drei von der Parkbank das Solikonto, richtet einen Dauerauftrag ein oder spendet einzelne Beträge, oder stellt bei euch zu Hause eine Spardose auf für jedes Bier, das nicht in der Kneipe getrunken werden kann … und schreibt weiterhin den Gefangenen, um die Isolation zu verringern!

Das Corona-Virus bringt zurzeit fast das gesamte öffentliche Leben zum Erliegen, nicht aber unsere Solidarität. Zeigt diese auch den Gefangenen! Spaziergänge zu den Knästen sind noch möglich, zeigt den Gefangenen, dass sie nicht alleine gelassen und vergessen werden!

Freiheit und Glück für die drei von der Parkbank und alle anderen!

Für eine solidarische Gesellschaft ohne Knäste!

 

Konto:

Rote Hilfe e.V. OG Hamburg
IBAN: DE06 2001 0020 0084 6102 03
BIC: PBNKDEFF
Stichwort: Parkbank

 

Briefkontakt:

"Die 3 von der Parkbank"
Libertäres Zentrum LiZ

Karolinenstraße 21, Hinterhaus
20357 Hamburg